Kaulquappengedankengequake

Kugelrund mit schmunzelndem Mund in Wasser gebettet liegen Kaulquappen da in deinem Kopf. Seit der Geburt wollen Sie fruchten wie Äpfel an Bäumen pranken und zu Ideen wachsen. Sie werden mal aus Sinn, mal aus Irsinn, mal aus Hass, mal aus Spaß mal aus Furcht, mal aus Mut, mal aus Wahn quakend aneinander geraten. Dann schüttelst du den Kopf und willst es nicht wahr haben. Vor lauter Stimmen bist du angespannt, stehst orientierungslos verzweifelt einfach nur da. Der Druck steigt. Du willst los lassen. Dir selbst als Hund die Leine geben um verschwommener Kaulquappe folge zu leisten: >Träume wahr werden lassen!<

Nachts wenn die Sonne verschwunden, die Welt ihre Runden dreht, beginnen die Kaulquappen ihre Bilder zu malen die du vor Freude betrachtest oder vor Angst verschwitzt am nächsten Tag vergisst. Verrannt im Traum verlaufen, wolltest du dich in verloren gegangenen grauen Gedankengassen für Liebe verkaufen bis die eine die andere im Wasser döppt, dir ins Gewissen ruft: >Folge deinem inneren Kompass!<

Indessen sich die restlichen Kaulquappen gehen lassen. Singen los gelöst wie entspannt den Titel: >Die Gedanken sind frei!< Schwimmen im Uhrzeigersinn feucht fröhlich feiernd frei von Sinnen im Cola Rum gefüllten Schädelbecken herum. Du gerätst ins Wanken, denn alles dreht sich als sei ein Orkan im Kopf der dich von innen verschlingt. Unruhen zwischen Kaulquappen die sich falsch verstanden fühlen. Du fasst dir vor Schmerzen an den Kopf, als Patriotische Kaulquappen gegen die Islamisierung im Kopf kläglich versuchen die im Toleranzbecken Neugeborenen von sich zu überzeugen. Kurz darauf wird ein Anschlag auf das Satire Areal verübt. So war es noch wie gestern als sich Kaulquappen in Sicherheit wiegten, Gleichheit, Freiheit wie Brüderlichkeit in ihrer Blase für selbstverständlich hielten. Bedachter denn je ein Zusammensein, in Frieden, Freiheit wie Toleranz beschließen. Ziemlich hohl schwimmen manche auf höchsten Positionen andere intellektuell prall gefüllt im Untergrund am Boden der Hirnrinde. Doch jene die dich formen sollen gedeihen wie Fischlarven im Wassergras auf der Höhe der Ohrmuscheln, die noch gerade gestrandet den Wellen des Meeres lauschten. Plötzlich springt ein kleiner Krebs aus der Brandung, der dir in der Sonne liegend, folgende Worte in die Arme ritzt: >Nicht die Wege fürchten die man geht sondern aus erlebten Wegen Kräfte ziehen.<

Du lächelst süffisant verschlafen über jenes gemaltes Bild wie auch die zu kurz gelebten Lebenswege. Stets nach Vernunft Rationalität und Realität gehandelt hattest du nie einen eigenen Antrieb, der dich entfalten ließ. Manchmal greifst du der Gedankenwillen mit der Hand durchs Ohr ins Innere, um sie in richtige Strömungen zu lenken. Manche sind sie glitschig voll von glibrigem Schleim wie Nacktschnecken umgeben und flutschen durch die Finger zurück ins Sammelbecken. Doch eine kleine blieb ganz zart zurück auf deiner Hand sitzen. >Gefühle zulassen statt innerlich zu zerbersten.< sprach sie bis sie ganz ausgetrocknet für einen Satz entschläft. So ziehst du gestorbene Kaulquappe wie einen Fisch aus deinem Kopf.

Gefestigt umschließen die Zehen die Fliese wie Krallen eines Vogels einen Ast. Fokussiert wie ein Adler siehst du konzentriert in den Spiegel auf deine Pupillenscheiben, siehst die vielen kleinen Gedanken in Gedankengängen davon schwimmen als würden Fische im Aquarium deinem Blick entfliehen. Doch eine blieb zwinkernd mit schmunzelndem Mund an der Pupillenscheibe zurück und sagte: >Nicht jeder Gedanke ist ein Gedanke denn nur wenige sagen Dannke!<

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