Der Kingfisher 12

Vincent glitt durch die Wasserstraße als schwebe er im All. Er folgte den Schweinswalen, schwamm herum und wusste nicht weiter. Er überlegte, ließ jede gedankliche Möglichkeit zu. Kombinierte Hinweise miteinander, ließ sein bisheriges Wissen über Bandenkriminalität sprudeln, war leicht verwirrt bis er letztendlich die falschen Schlüsse zog.

Vermutungen und Eventualitäten regten ihn zunehmend auf. Sein Chef hatte ihn darauf hingewiesen, die Werft unter keinsten Umständen zu besuchen geschweige denn die Absperrungen der Werft zu umgehen. Der Polizeipräsident der Stadt habe von dem Spionageprojekt  „MWW“ in den Akten gelesen. Dabei war Vincent nur wenige Knoten entfernt. Für ihn war es offensichtlich, dass etwas nicht stimmte und die Werft damit etwas zu tun haben müsste. Wie oft hatte Vincent bei seinen Läufen entlang des Deiches die Wale beobachtet. Sie hatten sogar ihre eigenen Namen. Die Namen, die er gerne mit Cathy zusammen seinen Kindern hätte geben wollen. Die Namen die er später gerne seinem Freundeskreis hätte vorstellen wollen. Die Namen die er erfand, als er und Cathy zusammen lebten oder auch Cathys Namen, die er nie vergessen würde. Er vergab die schönsten, den Walen die er mit dem Fernglas regelmäßig beobachten konnte. >>Julia, Katharina, Henrike, Thomas, Max, Matthias und Sebastian<<

Stimmunsgschwankungen, Depressionen und permanente Unzufriedenheiten ließen viele Läufe und stundenlange Beobachtungen am Fluss zu, doch nach etlichen psychologischen Gutachten durfte er seinen Job endlich erneut antreten. Jedoch für Irrgärten lösen und Sightseeing Touren hatte Vincent keine Zeit. Er hatte seine Wale lange nicht mehr gesehen, verdächtigte die Whales Familie, spann herum bis er mit Rodney diskutierte:

>>Rodney, what the f*ck i´m doing here?<<

>>I don`t know. I think. I don`t care? The only job is watching you and not to sit in an egg for nothing.<< Rodney lachte auf, hatte zugleich Mitleid mit Vincent. >>Wait a minute!<< Rodney haute in die Tasten und färbte den Shuttle in Braun. >>Just now your swimming in Whales shit. So wahts wrong.<< Jetzt musste auch Vincent lachen. So lachte er seit langem nicht mehr. Er sah sich nächste Woche suspendiert am Fluss laufen.

Sein Chef hatte ihn den Shuttle mit einem zugedrückten Auge fahren lassen. Die Shuttle in den einzelnen Glasgaragen im Fluss durften nur in Ausnahmesituation für Aufklärungsmanöver verwendet werden aber nicht um Wale und Werften auf eigene Faust zu besuchen. Vincents Chef ertrug nur das Leid seines Mitarbeiters nicht. Ohne Vincent blieb ein hoher Teil der Straftaten unbemerkt bis ungeachtet. Näher bei den Walen zu sein beruhigte sein Gemüt, doch kurz vor der Ausführung eines Auftrages eine Absage zu erhalten ließ auch Vincents Chef vermuten, dass sich Vincent davon nicht abbringen ließ seinen Lieblingsspruch „weil ich es kann!“ wahr werden zu lassen. Und sollte seine Vermutung richtig liegen? Was hatte die Werft mit den Whales und den Walen zu tun? Larry kam nicht drauf und fragte seinen Bruder Rodney den er über die Aktion informiert hatte. Auch er hatte keine Antwort darauf. Sie verließen sich auf Vincent und den eventuellen Einsatzbefehl des >>Kingfishers<<. Eine Art fliegende Kamera die fliegen, fahren und schwimmen konnte in der Größe einer Biene und geformt wie ein Eisvogel.

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