Siegen und übertrumpfen 13

Das wärmende Gold erlosch am Firmament, als Vögel sich in Kronen verzogen. Die laute Straße verstummte von Stunde zu Stunde. Jenes Leben fiel in den Schlaf als der Kamin erwachte. Feuer entfachte, es knackte leise vor sich hin während Flammen ineinander gierig nach Höhe züngelten. So stand er da am Fenster, schaute hinaus, dachte an seinen Reichtum, seine ewig innerlich suchende Ruhe und kämpfte jeden Tag gegen die fürchterliche Einsamkeit. Sein Leben, sein Job. Nicht mehr und nicht weniger trieb ihn so sehr an. Der Gedanke an mehr, die Bestätigung am Abend darauf in den Nachrichten davon zu hören, dass er es war. Er der Joker. So war sein Name, als er eines Abends seinen Trick als Kartenleser in einen der nahe gelegenen Casinos versuchte. An das Glücksspiel, wie mans` nannte glaubte er schon lange nicht mehr. Für ihn war das Leben nur eine Gleichung, eine Rechnung die aufgehen würde, wenn sich jeder auf seine Passion konzentrieren würde. Seine Passion, die einzig richtige Verteilung von Hab und Gut, dass er sich selbst teuer bezahlen ließ von der Polizei, der Mafia, den Banken, den Hoteliers und allen die nach allen Regeln der Kunst der Menschheit den Rücken kehrten um sich selbst zu bereichern. Es stank nicht mehr bis zum Himmel, es stank übers Universum hinaus. Kleine Zimmer und Wohnungen hatte er satt. Wie oft war er bereits umgezogen, hatte anfangs, um nicht gefunden zu werden, seine Schlafplätze öfters gewechselt als seine Hemden. Neues Hemd, neue Bleibe und neue Jobs damit er nicht im typischen Wabenmuster des Lebens auffallen müsste, den wiederum andere mit Füßen traten. Er hatte es satt, wollte selbst obenauf sein. So lernte er eines Tages die Karten zählen, solange und intensiv es nur irgendwie möglich war. Ein einmaliges Spiel verhalf ihm zu zwanzig Millionen Dollar. Dabei saß er dem anrüchigen US-Präsidenten gegenüber. Er war noch jung, wusste nicht wer er war. Eins wusste er. Leute wie Ihn zu besiegen, nein nicht zu besiegen zu überTRUMPfen und blöd dastehen zu lassen war sein größter Anreiz. Um den Prozess zu beschleunigen kollidierte er öfters mit dem Gesetz statt mit feindlichen Autos. So war der US-Präsident bereits verstorben lange nicht mehr im Amt tätig, doch sein Name blieb noch immer und genauso ließ er sich weiterhin von seinen Zielen nicht abbringen. Nur überlegte er diesmal in einem Kaminzimmer, seines Anwesens weit außerhalb der Stadt wie er die Masons finanziell ruinieren und selbst langfristig seine moralischen Umsätze steigern könnte. Eins wusste er, Geld alleine würde nicht glücklich machen.

Er musste sich bändigen, schon fast zähmen nicht zu schnell zu handeln und Ruhe zu bewahren. Je größer die bevorstehenden Projekte oder Probleme zur Beseitugung von Unrecht desto mehr brauchte er seine Ruhe, schaute auf seine schwarz umrahmte Joker Karte, die er am jenen Abend im Jackett in der Brusttasche bei sich trug. Ein bisschen Aberglaube und Hilfe von oben beruhigte ihn doch. Schließlich sei der Mensch auf Erden dazu da sich den Herausforderungen des Lebens jeden Tag zu stellen, nicht davor zu flüchten oder Unrecht walten zu lassen. Wobei letzteres er nicht immer ausschließen konnte ihn zunehmend beschäftigte wie jetzt in der heißen Phase.

 

 

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