Der Befehl 15

Nach etlichen Fehlversuchen den Schwimmrichtungen einzelner Wale zu folgen in der Hoffnung auf einen Schwarm zu treffen gelang es Vincents Chef dagegen sein Nervenkostüm zunehmend abzulegen. Er habe ab jetzt noch am Samstag Abend genau eine Stunde Zeit etwas zu finden ansonsten würde er mitsamt des Shuttles aus dem Fluss gefischt. Vincent wusste was das bedeuten würde. Ein ziemlich kostspieliger Weg nach Hause vor die Haustür. Denn dafür gab es eine Art ferngesteuerten Quadrocopter. Nur dass vier weitere Piloten ausrücken müssten, nur um alleine zwei computergesteuerte Netze auszuwerfen. Das erste würde sich um den Shuttle schmiegen während sich aus den Strängen weitere luftgefüllte Blätter entfalten würden, deren rostschwarzer Farbton das Shuttle in einen großen unauffälligen Schrotthaufen verwandeln würden. Das zweite Netz dagegen diente nur noch für den Flugtransport zur Polizeistation. Und das alles um einen Polizisten von der Wache zu schützen. Dabei galt der Einsatz nur bei militärischen Einsätzen zur Bergung von Spezialeinheiten und Verlustmeldungen der Shuttle nach einem Zeitraffer von genau drei Tagen. Auch die blauen Sauerstoffkissen um ihn herum wurden zunehmend leerer. Die Zeit lief bis das das Display einen unhörbaren Ton vernahm. Schallwellen. Zu weit weg vom eigentlichen Standort folgte er ihnen flussaufwärts in Richtung Hafen bis er weiter weg der eigentlich vermuteten Werft fast im Hafen war und vor einem Gitter landete, dass ihm den Weg versperrte. Aber gerade erkennbar tummelten sich seine Schweinswale dort  viel zu eng auf viel zu kleinem Raum. Es war Zeit Rodneys Kingfisher zu aktivieren. Auch sein Chef atmete erleichtert auf, als er den Befehl hörte: >> Kingfisher 1 bereit machen zum Start.<< Rodney ließ einen der kleinen programmierten Eisvögel los. Es schoss vom Hochhaus zu den programmierten Koordinaten, tauchte ab und mit Hilfe der kleinen Kameraaugen konnten sie ungehindert die Wale von näherer Distanz besichtigen. Alle hatten an der selben Stelle eine ähnliche Beule und merkwürdigen Stich an der Seite. Vincent hatte einen Verdacht, mochte ihn aber keineswegs für realistisch halten.

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