Für die Freiheit 23

So stand der Joker bereits bevor die Sonne aufging auf dem Dach des Hotels. Er genoss den weiten Blick über den Fluss in den Hafen. Der Wind pfeifte nicht in der Höhe, er knallte ihm rechts und links um die Ohren als gebe es kein Halten. Als wollten Zeichen ihn wachrütteln, seine Aktion noch einmal zu überdenken. Die Dunkelheit ließen Lichter funkeln wie kleine ungeschliffene Rohdiamanten im Mondscheinlicht. Eigentlich ein romantischer Ausblick, dessen Tageszeitpunkt nicht unpassender sein könnte. Er dachte an so viele Damen, die er sich nie traute anzusprechen, an jene Momente, an denen er verliebt war, daran glaubte und hoffte sich endlich etwas aufzubauen, heimisch zu werden, vielleicht sogar hier in der Stadt zu bleiben. Doch seine Traumata ließen ihn nicht los. Das Trauma als seine Schwester von Vater vergewaltigt wurde und sie sich mit dreizehn Jahren das Leben nahm. Zu groß war der Schmerz. Sein Vater, sein erstes Opfer suchte er nach weiteren. Niemand sollte einen anderen unterdrücken geschweige denn Herr über jemanden werden. Seine Illusion, mehr Gerechtigkeit in der großen Stadt, der ganzen Welt.

Die Containerschiffe wirkten wie kleine Modellboote aus seiner Kindheit. Für Ihn war die Welt nichts weiter als eine Art Spielplatz. Die Werft bereits besucht, die Gespräche Masons mit Juan Chico mit verfolgt war er durch Zufall an eine der leer stehenden grauen, fast in sich zusammengefallenen Villen etwas abseits der East Street vorbeigekommen. Dort hatte der Joker die Gespräche abgehört. Masons Auto stand davor. So auffällig, dass sich der Joker für einen Moment ins Gesicht gefasst hatte mit Zeigefinger und Daumen die Augen rieb, als wolle er noch einmal sicher gehen, dass er gewiss nicht schliefe.

Er verstand es als innere Kraft sich seinem inneren Ruf des Unglücks zu beugen. Über einen Knopf ließ er die Brücke, die Menschen verband, auf den Kindern zuletzt Fußball spielten, unter der manche Yachten mancher Millionäre standen fast in die Luft sprengen, stattdessen entschied er sich im letzten Moment um. Er wusste doch von der Werft, den Aktionen von Whales und Juan Chico, den Walen, die seine Pillen angemarkert bekamen. Er vergaß für einen Moment, dass die Boote sich durch seine Hacker-Angriffe steuern ließen. Ihm wurde es zwischenzeitlich ziemlich ungemütlich, doch die ganze Brücke sprengen war ihm im Letzten Moment als er an die friedvollen Familien dachte doch zu laut. In die Steuerungseinheiten der Schiffe gehackt, ließ er die Sprengstoffboote über den Fluss zur Werft schwimmen. Ein grandioser Anblick als sich von der Brücke im romantischen Baustiel die Yachten in Richtung der PS3 Werft aufmachten. Elf Yachten trieben geisterlos in Richtung Sonnenaufgang. Am Zielort angekommen dümpelten Sie in einer Formation vor sich hin. Weit genug vor der Absperrung ließ er sie stehen. Er drückte die Fernbedienung als die Yachten nach und nach explodierten und in einer Wasserfontäne verschwanden. Die Käfige der Wale brachen aufgrund der Druckwelle auf, ließen ein Teil überleben. Es war ein erfüllter Morgen für den Joker und ein lauter für jene Bewohner. Yachten starben für die Freiheit der Flussbewohner.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s