Back to the roots, man! 25

Endlich war der Moment der Wahrheit gekommen, als Richards Vorgesetzter seinen Schreibtisch räumen musste, die Arbeit niederlegte noch verbittert murrte in seinem Alter nie wieder Fuß fassen zu können und sie nicht wüssten, wer er denn sei. Richard hatte in letzter Zeit an Selbstvertrauen dazu gewonnen, sich mit dem Team besser denn je verstanden und konnte sich jenen Kommentar nicht verkneifen: >>Back to the roots on the streets, maaan.<< Dabei zog er das Wort „Maan“ bewusst etwas länger und hielt die Hand offen für einen High Five während die Arbeitskollegen schweigend im Raum sich über das Selbstbewusstsein von Richard wunderten. Es erinnerte ein wenig an ihre Jugend, wenn man sich täglich in ähnlicher Form begegnete, doch die Jahre flogen dahin, Richard wurde älter, war immer ein ruhiger Typ gewesen, doch innerlich immer Kind geblieben. Die Spontanität der Jugend, das mitgehen der Trends bei den Kindern und seine früheren Tracks erinnerten ihn jeden Tag daran das Leben bewusst zu Leben. Richard wurde selbstbewusster aufgrund seiner zu Recht erarbeiteten Beförderung als Gesamt Resortleider. Seine packende Art der Erzählweise, seine ruhige konzentrierte Arbeitsweise wie sein menschlicher Umgang verhalfen ihm seinen Chef endgültig abzulösen. Sicherlich der kleine Scherz bei Agent K., wie er den Inhaber innerlich nannte, die Nase rümpfen ließ jedoch selbst im Türrahmen sich ein leichtes Lachen nicht verkneifen konnte. Eine eigene Humorspalte mit der Überschrift Richard Kings Area war einer der ersten Ideen die Richard ohne Genehmigung durchsetzten durfte. Er bastelte bis in den späten Abend. Er blühte wieder auf und dachte an die Änderungen nach, die ihre Online Zeitung City Times erhalten würde. Sie lagen völlig zurück. Während andere Magazine an der Lesbarkeit der News App für Brillengläser saßen, in der Brillenträger sich auf ihre rechte Linse aktuelle Schlagzeigen anzeigen lassen konnten, hatten Sie derzeit nicht einmal das richtige Personal für die technische Umsetzung. Richards Generation Y, damals verschrien für ihre Bequemlichkeit, kämpfte viel mehr mit der Flüchtlingskrise die Integration ihrer Mitmenschen und lebten von den Inspirationen von morgen, der teuren Bildung, die es inzwischen zum Glück wieder umsonst gab. Die Woche hätte für Richard nicht besser beginnen können.

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