Baseline, Versline, Punchlines…

Ich bin glücklich. Punkt! Ein seltsamer Anfang, doch in Bezug auf das mir vorliegende Buch dass ich mir vorgenommen habe war das viele Jahre zuvor nicht selbstverständlich; dieser Zustand einer gleich bleibenden Zufriedenheit und des guten Gewissens der eigenen Freiheit. Es scheinen mehr Ideen denn je dazu zu zu kommen. Die Vielfalt der Ideen überfordert mich, sie drückt auf mich nieder wie der schwere Rucksack einst in der Schule, zugleich ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass es an Arbeit dank meines Einfallreichtums für die nächsten Jahre nicht mangeln wird. Vor genau 2 Tagen ereignete sich bei mir ein bedeutender Lebensabschnitt. Meine kleine Arosa, eine kleine Seat Kugel, musste Abschied von mir nehmen. Sie war meine kleine Schwester des guten Musikgeschmacks, ausgestattet mit bequemen Sitzen, dezent dunklen anthrazit Lacks und klein genug für jede Parklücke. Sie war mein Begleiter, mein Schatz auf Abenteuerreisen und meine kleine Unterkunft für weite Wege, ja eine Unterkunft. Ich habe sogar ihn ihr geschlafen. Sie hat mich treu bis nach Spanien gefahren, durch die Weinlandschaft Bordeaux`s und mit viel Mut durch den irren Kreisverkehr von Paris gefahren, genau der der in manchen Hollywood Streifen zu sehen ist; den so viele Fürchten. Sie war verlässlich. Während andere bei steilen Auffahrten liegen blieben fuhr mich die Arosa daran vorbei, lächelte müde aber freundlich und glitt der Sonne entgegen wie ein Segelschiff auf hoher See, dass wir am Küstenstreifen entdeckten, als ich sie pausieren ließ. Sie war meine Umzugshilfe und Einkaufswagen in Notfällen, brachte mich in mein neues Zuhause, zurück in die Zivilisation, machte meine Höhen und Tiefen mit und sogar einige Verkehrspatzer. Selbst unüberlegte Spritztouren durch Gelsenkirchen, die mit vielen Schutzengeln gesegnet waren, denen ich zu Tiefst Danke, dass Sie mich leben ließen, mich auffingen, mich die Situationen noch heute prägen, die Vernunft in mir inne wohnt, wissend darum sich selbst mehr in Verantwortung zu nehmen, doch mir die Aktionen immerhin den Spitznamen „Vin Diesel“ verliehen. Du hast mich ein Stück reif lassen, hast das Meer und die Sonne, gemessen an deiner Innenraumtemperatur, gerne kräftig und intensiv getankt wie ich es tat. Doch nach stolzen einhundertachtundfünzigtausend treuen Kilometern lasse ich dich in Frieden, nach dem du mich sicher trotz einer defekten Zylinderkopfdichtung und Austritt von Öl ins Kühlwasser, und ich auf der Straße hätte verbrennen können, zum Händler gefahren hast.

Wir haben gemeinsam Rap und Hip Hop gehört, du hast mich kritisch denken lassen und beim Fahren sind mir in dir viele gute Ideen gekommen. Immer dann, wenn ich fuhr, warst du einer meiner Gedankengeber. Jedoch hast du mich eins nie werden lassen.

Ein aufsteigender Rapper wie ich es mir gewünscht hätte, nach einigen ausgesprochenen Lines wie ich es still klamm und heimlich manchmal tat, darüber lachte und der Blitzer mein schmunzeln vernahm. Du hattest recht. Als ich die Entwicklung der Rapper von Straight Outta Compton, dargestellt in einer echt gelungenen Verfilmung, sah, war ich mir sicher, dass der eigentliche Rap die Darstellung und politische Haltung gegenüber von Missständen auf der Straße oder privaten Schicksalsschlägen bedeuten würde. Ich hingegen meinem Leben danke, nicht selbige Missstände erlebt haben zu müssen, die solche Zeilen wie die ihrer verlangen würden. Wirklich gute Rapdemos und Texte ohnehin nichts anderes als die gelungene gesungene Poesie über die Fehler anderer wie auch eigener innerhalb einer Gesellschaft ist? Der Ausdruck puren Lebens, des Lebens dass wir in Gedanken beim Autofahren führen, aber nie trauen es zu Leben. Und so glaubt mir, setzt nur einen Gedanken davon um und ihr werdet Berge versetzen, wie eben jene genannte Rap Gruppe.

Vielleicht personifiziere ich das Auto zu sehr jedoch glaube ich an die gute Seele eines Fahrzeugs. Ob ich nächstes Jahr nach Ibiza fliege fragst du mich?  Frage doch deine große Schwester.

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