71 Menschenleben mal eben „Hops gegangen“

Erschütterung, Verzweiflung, Hass – in stillen Gedanken bei den jüngst verstorbenen nicht „Flüchtlingen“ sondern Menschen auf der Suche nach einem würdigen Leben haben mir die Nachrichten der letzten Tage den Schlaf geraubt. Die Gedanken kreisen. Verdrängen? Wahrnehmen? Wie nah soll ich es an mir heranlassen und in wieweit darf ich derartige Schreckensmeldungen auch ungeachtet lassen? Wie habe ich als Laie politische Ernstlagen zu werten? Wir leben in der Demokratie, mich interessiert es sehr was bei uns passiert aber wie schaffe ich es einen objektiven Blick für die Lage für mich als Bürger zu definieren? Schlechte Nachrichten lassen mich leicht depressiv werden. Es wäre schön zu hören, wenn am Abend nur Gutes in der Welt passieren würde; gut den ein oder anderen sympathischen Gangster, der aus einem Racheakt heraus einen Banker schmiert könnte ich noch ertragen, die Nachrichten mehr über gelungene Forschungen aus Palästina berichten könnten, Amerika wieder einen vernünftigen Präsidenten hätte und jetziger seine Inkompetenz zugeben würde, zugeben würde, dass er es einfach nicht kann. Einfach laut aus sich heraus ruft: „Yes I can`t!“ Es wäre der klügste Satz, den er von sich geben könnte, eine Erleichterung für ihn selbst und dem Staat Amerika wie der Welt gegenüber. Es wäre schön zu hören, wenn ich mit dem Rucksack durch Afghanistan durch die Berge ziehen könnte ohne eine Bombenangriff zu fürchten, im Libanon die Kultur und deren Speisen und Gewürzdüfte riechen und schmecken dürfte, ich würde gerne in der Türkei Urlaub machen wollen ebenso ihre Kultur kennen lernen wollen mich mit Ihnen austauschen über Glauben und Legenden die das Land bewegt in hitzigen Diskussionen ergründen mir etwas von ihrem Temperament abschauen wollen ohne dabei das schlechte Gewissen zu haben dabei in Haft zu geraten. Liebe Menschen, Journalisten wollen nur Missstände zu euren Gunsten aufdecken, um sie für euch im Guten Publik werden zu lassen! Wer sich hinter einen Diktator stellt, begeht selbst ein Verbrechen! Wie gerne würde ich in Marokko die Wüsten erkunden und in den arabischen Staaten wie in Märchen bei tausend und einer Nacht auf einem Kamel unter einem sternenbedeckten Fimament laufen wollen, in Afrika wilde Tiger und Löwen in ihrer Natur sehen dürfen ohne die Angst haben zu müssen von Piraten verschleppt zu werden, die dem ursprünglichen Piraten mit Schwert und Schiff nichts mehr gemein haben, mir die früheren in der Nostalgie spannender zu sein scheinen. Sie waren ohne Maschinengewehre noch bezwingbar, dass heute nicht mehr ist, wohlan ich mich in Gedanken im Fluch der Karibik befinde, wie gerne würde ich mich in manchen Orten Amerikas aufhalten dürfen im Wissen ohne den Zwiespalt des Rassenhasses zwischen Weißen und Farbigen eventuell erstochen, zusammengeschlagen oder erschossen zu werden, zugleich ich den Farbunterschied auf der Haut nie verstanden habe, da es mir immer logisch erschien, dass dort wo die meiste Sonne scheint man selbst dunkler wird, es mir so scheint dass bereits in der Geschichte die Weißen eher neidisch darauf waren nicht selbst Klug genug gewesen sind dort hinzuwandern wo die Sonne scheint? Der letzte Satz klingt so banal und so dumm und ist zugleich der Spiegel denen gegenüber die Menschen versuchen einzuordnen. Natur kann man nicht ordnen oder definieren. Sie wächst, sie ist da, sie ist vorhanden. Eine Definition, eine Gliederung, eine Benennung der Unterschiedlichkeit in ihr sollte meines Erachtens nur den Forschern überlassen sein, um Entwicklungen zu beobachten, Erkenntnisse über unseren Artbestand vorauszusehen aber wir selbst müssen beginnen uns von Ländergrenzen zu lösen, denn wir sind überall nur ein einfacher Mensch.

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