Wie eng Selbstzweifel und Freiheit zusammenhängen.

Soeben einen der Wendepunkte meiner Geschichte geschrieben, fühle ich mich etwas leer. Die Motivation ist für heute beendet. Der Tag hat wunderbar mit einem Lauf vor dem Frühstück begonnen. Die Sonne scheint und ich fühle mich so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Es war der richtige Zeitpunkt, eine der schwersten und tiefgreifendsten Szenen der Geschichte auf Papier zu bringen. Es waren nur wenige Zeilen. Nicht einmal eine halbe Seite. Für die Qualität wiederum hat es zu lange gedauert. Vielleicht bin ich wiederum zu pessimistisch. Dennoch habe ich Angst wohin es mich führt. Mache ich mich zum Gespött? Die Erfolgreichen sagen, tue was du liebst und das Geld kommt von alleine. Das mag sein aber woher weiß ich was ich will und ob das was ich tue das richtige ist? Jemand der unglaublich gerne singt aber keinen Ton trifft ohne dies zu wissen und sich jeden Tag anstrengt wird es in der Musikbranche schwer haben. So zumindest mein Verstand. Vertrödel ich meine Zeit? Hätte ich vielleicht doch BWL studieren sollen, auf das ich absolut keine Lust hatte nur um minder erfolgreich ein Unternehmen aufzubauen? Etwas  zu tun, dass einen wiederstrebt halte ich für wenig sinnvoll. Aber was tue ich? Ich schreibe da so vor mich hin, versuche die Workshops mir von Zeit zu Zeit anzueignen. Nur wird die Zeit neben Alltag, Job und privater Zeit dafür ausreichen, um den Erfolg zu kreieren, den man sich wünscht? Dabei denke ich keineswegs an das Geld. Eher denke ich daran die Menschen und deren Emotionen zu erreichen. Daraus resultierend möchte ich wieder die Zeit für mich finden, um selber wieder planen zu dürfen, so dass das Leben wieder mir gehört im Sinne, dass ich mich selbst antreibe und selbst entscheide, wann ich mich mit wem wo wie treffen kann. In einem System zu arbeiten bei der ich nur von Woche zu Woche weiß, wann ich frei haben werde macht mich irgendwie unruhig – nein nicht unruhig ziemlich bekloppt sogar. Ich weiß auch, dass ich da draußen nicht allein davon betroffen bin. Es geht vielen so. Dabei weiß ich nicht einmal was mir daran liegt es soweit planen zu können. Versuche ich mit der Schreiberei nur etwas anderes zu kompensieren oder kann ich es vielleicht überhaupt nicht oder gehe ich wirklich darin auf? Das ich diesen Artikel gerade schreibe entstand aus der Motivation heraus, dass die Schwere der Szene mich mitnahm und wieder versuche eine Balance zu finden. Auf der anderen Seite sagt man, dass man für den Erfolg fünf Jahre lang richtig hart arbeiten müsse bevor geerntet werden kann. Aber was heißt es für den Einzelnen im individuellen Fall, wenn ich Menschen sehe, die eine solche Energie in sich tragen, morgens um zwei Uhr aufzustehen, um vor der Uni Toiletten zu putzen um acht in die Uni gehen und am Abend noch eine Runde kellnern gehen? Wie schaffen Sie das körperlich? Wie gerne hätte ich die Energie? Und wo kommt der Antrieb her? Wenn ich es auf mich übertrage weiß ich, dass ich das maximal 5 Tage durchhalten würde und nicht mehr kann oder solche Fehler im Job mache, dass es zu eklatanten Problemen führen könnte. Wie werde ich wieder belastbarer und schaffe mehr? Was haben wir Menschen aus unserem Leben gemacht? Wir haben es systematisiert, kategorisiert in Fächer und Abschlüsse „finalisiert“ statt individualisiert. Ich habe verlangen danach wie die Schwalbe am frühen Morgen meinen Kopf in die Sonne zu strecken, durch die Straßen zu fliegen, mein Gefieder in der Regenrinne zu putzen und das Leben einfach zu genießen. Man nennt es die Freiheit, dass zu tun was man möchte.

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