Zu früh gekommen

Es ist die Motivation in mir, die mich trieb, treibt und treiben wird gut zu sein, in dem was ich gemacht habe, gerade im Augenblick des Geschehens tue oder in Zukunft tun werde um mich schlussendlich, trotz der menschlichen Fehlbarkeit, die leider viel zu oft, bereits von Kindheit an, vorangestellt wird, zu vervollkommnen. Ich behaupte, dass neunzig Prozent von dem was der Mensch im ersten Moment des Akt des Geschehens macht geringfügig oder gar nicht gelingen wird, sehr wohl Umstände und wohltuender Einfluss ihn dazu bringen können ein Meister zu werden indem was er tun möchte. Ich wollte Gastgeber werden. Die Betonung liegt bewusst in der Vergangenheit. Ziele und Vorstellungen des Lebens variieren eben. Das ist der Gang der Natur. So erinnere ich mich an die ersten Wochen in der Welt, die nach Fachkräftemängel schreit, nach qualifizierten Bewerbern mühselig ringt und sich mehr denn je selbst im Wege steht. Geduckt, beobachte ich, nehme war, verstehe und verstehe nichts, lasse passieren, was passieren muss. Ich bin jeden Tag wie schulisch gewohnt 15 Minuten eher am Arbeitsplatz bis ich von, einer „stellvertretenden Empfangsleitung“, so klein und pummelig und mit Haaren auf den Zähnen übersät, dass ich sie für eine Praktikantin hielt, einem sprechenden Pferdegebiss angesprochen wurde: „Herr Alexander! Sie kommen jedes mal zu früh!“, beklagt Sie sich in einem Tonfall als käme ich dauernd zu spät und ein Kleinkind, dass nicht verstehen würde. Ich muss bereits zu Ausbildungszeiten überqualifiziert gewesen sein, wie sie mit mir im Nachhinein gesprochen hatte. Warum stelle ich das eigentlich in Frage. Ich war es! – kritische Anmerkung und Ängste des Autors? Kann ich überhaupt schreiben? Schreibe ich meiner Entwicklung entsprechend oder unterliege ich einem verzweifelten Eskapismus begründet in der Fragilität meines Selbstbewusstseins resultierend aus einer fragwürdigen Entwicklung derer ich mich nicht zu exkulpieren weiß? – „Dann halt dein Maul und sei doch froh, dass ich da bin!“, schreie ich sie an schlage ihr in meinen kurz aufblitzenden Gewaltphantasien ins Brillengesicht, bis die vorderen Pferdezähne wie aus der Nagelpistole geschossen die Rachenwand durchbohren, um am wackelnden Korkenklemmbrett hinter ihr haften zu bleiben; dass die eben beschriebene Szene verstanden werden mag, wie ein Schlag Batmans in dessen Persiflagen der Marval Comics. Und so kam ich von nun an nur noch auf die Minute pünktlich, als dass ich es nie mehr riskieren würde jemals bei einem Arbeitgeber durch meine Motivation ausgelacht, schief angesehen oder darauf angesprochen zu werden. Inzwischen würde mich meine ehemalige stellvertr. Empfangsleitung dafür loben, wie oft ich inzwischen zu spät komme und eher gehe, den Gästen am Ende der Schicht die Zunge rausstrecke und dreist wie ich bin die markierten Stammgäste des Tages auf der Anreiseliste mit dem Satz begrüße: „Sie kommen jedes Mal zu früh. Ist Ihnen das bewusst!“ und das in einer Tonlage, dass Sie das Gefühl haben besonders willkommen zu sein.

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