Ein kurzer Moment der Tagesschau

Ost Ghouta

Die Straßen sind mit Staub bedeckt. Kinder und Erwachsene flüchten weinend hinter Mauern auf der Suche nach Schutz. Gewehrkugeln fallen, Menschen mit Familien fallen. In den Nachrichten die Gesichter der Toten und Lebenden. Junge und alte Gesichter erzählen in den kurzen Auszügen, die immer selben Geschichten. Es sind die Geschichten der Notleidenden. Liebe, Schmerz und Hoffnung. An letzteres zu glauben scheint mir bei den Umständen unmöglich. Doch muss es sie geben. Die Liebe und die Hoffnung.

Schauplatzwechsel

Düsseldorf

Ich laufe wieder durch die Straßen, über die Königsallee, entlang der  Bolkerstraße, wo einst Heinrich Heine geboren wurde, zum Rhein. Es sind Straßen des Friedens. Ich sehe trotzdem unglückliche Gesichter. Manche Betteln, manche sind glücklich ineinander verliebt, lächeln sich an. Im Buchladen lese ich die aktuellen Titel der Beststeller, in denen es Mord und Todschlag geht. Ich laufe gern durch die Straßen der kleinen Schwester von Paris. Es wurde bereits viel über Paris und die Liebe geschrieben, dass ich nichts hinzuzufügen weiß außer, dass sich Liebe nicht in Worten, Bildern oder Tönen festhalten lässt. Wir können es noch so sehr ausreizen. Es wird nicht gelingen. Das einzige was wir tun können, ist sie mehr denn je auszuleben, zu entfalten und zu verbreiten bis sie sich in die bekriegenden Köpfe fortpflanzt.

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